14. Februar 2006
Mit der Feldbustechnologie hat sich das Prinzip der Dezentralisierung in der Maschineninstallation durchgesetzt. Nun liegt der Fokus verstärkt auf der Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Dass die konventionelle Verdrahtung in der Sicherheitstechnik bisher noch großen Raum einnimmt, mag daher überraschen. Weniger überraschend ist, dass aus diesem Grund vermehrt EA-Module von aktiven, sicheren Systemen auf den Markt drängen.
Produkte der aktiven Sicherheitstechnik sind leistungsstark und erfüllen sogar die höchsten Anforderungen von Kategorie vier gemäß der EN-Norm 954-1. Eine optimale Lösung? Nicht immer. Denn oft geht ihr Leistungsvermögen über die tatsächlichen Anforderungen hinaus. Im Maschinenbau beispielsweise entsprechen rund 90 Prozent der sicherheitstechnischen Anwendungen nur Kategorie drei. Und dann ist der Einsatz aktiver Sicherheitstechnik weder rationell noch wirtschaftlich.
Murrelektronik bietet mit der passiven Sicherheitstechnik eine attraktive Lösung für diese Anwendungsbereiche. Eine, die auch mit geringerem Aufwand sicheres Arbeiten ermöglicht. Sie entspricht komplett den Anforderungen gemäß Kategorie drei der Norm EN 954-1, ist technisch ausgewogen und reduziert die Kosten.
Die passive Sicherheitstechnik verknüpft bekannte Elemente. Sie führt Standard-Feldbusmodule und Technologien, die seit vielen Jahren erfolgreich genutzt werden, mit den Anforderungen aus dem Safety-Bereich zusammen. Das erleichtert die Maschineninstallation. Dadurch, dass bekannte und erfolgreiche Konzepte und Prinzipien in die Lösung einfließen, kann bereits vorhandenes Know-How weiter genutzt werden. Umdenken auf eine neue Technologie ist nicht erforderlich.
Kurz und knapp: Eine Vielzahl von Vorteilen ermöglichen den Einstieg in die passive Sicherheitstechnik. Und eine Menge guter Gründe sprechen dafür, warum diese Alternative Meilensteincharakter auf dem Weg in die Sicherheitstechnik besitzt.
Schnelle NOT-AUS-Verdrahtung mit passiven Safety-Verteilern
Die Installation konventioneller NOT-AUS-Schleifen setzt eine intensive Planung voraus und birgt doch die Gefahr von Fehlern bei der Verdrahtung. Dazu verursachen Klemmenkästen einen hohen Platzbedarf im Feld. Passive Safety-Verteiler können manuell verdrahtete Klemmenkästen ersetzen – und haben gegenüber der herkömmlichen Vorgehensweise einige Vorteile.
An einem passiven Safety-Verteiler können bis zu sechs zweikanalige NOT-AUS-Taster schnell und problemlos mit standardisierten M12-Leitungen angeschlossen werden. Der Verteiler ist bereits vorverdrahtet und fügt die einzelnen Taster automatisch zu einer NOT-AUS-Schleife zusammen. Nicht benötigte Steckplätze lassen sich mit Brückensteckern verschließen. Für Quittierschalter oder Maschinenleuchten stehen zwei separate M12-Steckplätze zur Verfügung. Passive Safety-Verteiler erleichtern außerdem den Service und die Wartung von Maschinen: Der Verteiler zeigt an, an welcher Stelle die NOT-AUS-Schleife durch Drücken eines Tasters unterbrochen worden ist.
Die entscheidenden Vorteile des passiven Safety-Verteiler gegenüber der konventionellen Verdrahtung sind der geringe Planungsaufwand, die Zeitersparnis bei der Installation, der reduzierte Platzbedarf, die Reduzierung der Verdrahtungsfehler, die hohe Servicefreundlichkeit und die geringen Stillstandszeiten.
