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Der Kabelbutler ist der Logistik-Optimierer

21. November 2006

Ein erfolgreiches Logistik-System ist dadurch gekennzeichnet, dass die richtige Ware in der richtigen Qualität zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen Ort ist – und obendrein der Preis stimmt. Klingt einfach, ist für Logistiker im Anlagen- und Maschinenbau bezogen auf den Kabel- und Steckverbinderbereich aber eine große Herausforderung. Murrelektronik präsentiert mit dem Kabelbutler ein System, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre Logistik entscheidend zu verbessern.

Während der Konstruktionsphase von Anlagen kann vieles geplant werden, zum Beispiel Materialien, Maße oder Automatisierungslösungen. Die Längen und die Anschlussbauformen der Leitungen sind aber oft erst bei der Installation zu erkennen. Dann ist es zu spät für Bestellungen. Diesem Problem wird mit hohen Lagerbeständen begegnet. Die Folgen sind hohe Beschaffungs- und Lagerkosten bei mitunter recht niedrigen Umschlagszahlen. Eine 100-prozentige Teileverfügbarkeit ist dennoch nicht gesichert.

Auch der Installateur an der Maschine hat Probleme, die richtigen Kabel vorrätig zu halten. Die voraussichtlich benötigten Kabel werden auf einem Kommissionierwagen gesammelt und zur Maschine gefahren. Wenn doch ein Kabel fehlt, muss der Monteur noch einmal zum Lager laufen, um das Fehlteil zu holen. Die Alternative, das Zuschneiden eines einseitig konfektionierten Kabels und das Anbringen eines selbstanschließbaren Steckers, ist ebenfalls zeitintensiv und birgt die Gefahr späterer Qualitätsprobleme.

Ein Manko der Kommissionierwägen ist, dass es dort kaum Möglichkeiten gibt, die Artikel übersichtlich anzuordnen oder eindeutig zu kennzeichnen. Die Suche nach dem richtigen Kabel kann daher zeitaufwändig sein.

Auch in der Beschaffung bietet sich Verbesserungspotential. Oft werden Kabel auf Basis von Verbrauchswerten aus der Vergangenheit beschafft. Sie werden in der Zukunft aber häufig nicht mehr benötigt. Weil zwischen der beim Bestücken der Kommissionierwägen durchgeführten „Entnahme auf Verdacht“ und dem späteren Ausbuchen der tatsächlich verbrauchten Teile eine Zeitverzögerung entsteht, stimmen System- und Realitätszahlen oft nicht überein. Die Folge kann sein, dass dringend benötigte Ware zu spät bestellt wird, da der Disponent den Bedarf nicht erkennen kann. Im schlimmsten Fall ruht die Montage.

Eine Studie der Unternehmensberatung KPMG hat zudem gezeigt, dass für jeden Bestellvorgang unabhängig vom Wert und der Anzahl der bestellten Produkte ein finanzieller Aufwand von rund 90 Euro entsteht. Für Unternehmen ist es daher attraktiv, deren Anzahl so niedrig wie möglich zu halten.

Der Kabelbutler von Murrelektronik unterstützt Unternehmen beim Umgang mit vielen dieser Herausforderungen. Bei diesem System handelt es sich um ein mobiles Lager, das ein Standardsortiment an Sensor-/Aktor-Kabeln und Steckverbindern von Murrelektronik zur Verfügung stellt. Der Kabelbutler steht beim Kunden in der Produktionshalle und bietet, wie man dies von einem Butler eben kennt, schnell, zuverlässig und am richtigen Ort die zur Installation der Maschine benötigten Kabel.

Ein vereinfachtes Bestellverfahren direkt aus der Montage heraus, das durch einen mitgelieferten Scanner durchgeführt wird, gewährleistet eine frühzeitige Bestellung der verbrauchten Ware, erhöht jedoch den Lagerbestand nicht nachhaltig.

Aktuell ist der Kabelbutler in Deutschland lieferbar. Überlegungen, dieses System auch in anderen Ländern anzubieten, bestehen.