26. Mai 2026
In der Verpackungsindustrie ist Effizienz keine Option, sondern eine Voraussetzung. Produktionslinien müssen schnell, flexibel und vor allem zuverlässig sein. Vor diesem Hintergrund verfolgt Murrelektronik eine klare Vision: eine ganzheitliche Automatisierung, die alle Ebenen des Fertigungssystems miteinander verbindet – bis hin zum letzten Feldgerät. Begleiten Sie uns entlang der verschiedenen Phasen einer Verpackungslinie und erfahren Sie, wie sich jeder einzelne Schritt mit gezielten, perfekt aufeinander abgestimmten Lösungen optimieren lässt.
Eine Verpackungslinie, viele Phasen: eine durchgängige Architektur
Im Produktionsprozess stellt jede Phase ihre eigenen technischen Anforderungen. Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch erst, wenn alle Schritte in eine einheitliche Automatisierungsarchitektur integriert sind.
Füll- und Dosierprozess
In dieser ersten Phase, in der Präzision entscheidend ist, spielen IO-Link-Master und -Hubs eine zentrale Rolle. Sie fungieren als effiziente Schnittstelle zwischen Schaltschrank und Feld und ermöglichen eine strukturierte, zugängliche und robuste Verbindung von Signalen und Energie. Das vereinfacht Installation und Wartung und reduziert Fehler sowie Stillstandszeiten.
Interner Transport – Fördertechnik
Der Transport von Produkten innerhalb der Linie erfordert Zuverlässigkeit und präzise Steuerung. Hier kommt die dezentrale Energieverteilung in der Maschine ins Spiel, insbesondere bei Anwendungen mit Motorrollen. Das Netzteil Emparro67 Hybrid ermöglicht diesen dezentralen Ansatz, indem es Energie direkt dort bereitstellt, wo sie benötigt wird. Das reduziert den Verkabelungsaufwand, steigert die Energieeffizienz und vereinfacht das Gesamtdesign.
Pick and Place mit Delta-Robotern
Bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen wie Pick & Place ist Echtzeitverarbeitung entscheidend. Edge-Computing-Lösungen, integriert in modulare Plattformen wie Vario-X, ermöglichen die Ausführung von Logik direkt im Feld. In Anwendungen mit Delta- (Spinnen-) Robotern führt das zu schnelleren Reaktionszeiten, geringerer Latenz und optimal synchronisierten Bewegungen.
Qualitätskontrolle
Die Inspektion mittels Bildverarbeitung erfordert eine stabile und leistungsfähige Konnektivität. Hybride Xelity-Switches übernehmen hier eine zentrale Rolle, indem sie sowohl industrielle Kommunikation als auch die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung für Kameras sicherstellen. So entsteht ein zuverlässiges Netzwerk, das große Datenmengen verarbeitet, ohne die Performance zu beeinträchtigen.
Kartonaufrichter
In dieser Phase sind die Interaktion mit dem Bediener und die Transparenz des Maschinenstatus entscheidend. Modlight60 Pro RGB-Signalsäulen mit IO-Link-Technologie ermöglichen eine bidirektionale Kommunikation, liefern klare Statusinformationen und unterstützen eine schnelle Diagnose. Gleichzeitig vereinfachen sie die Verkabelung und erleichtern die Parametrierung.
Robotergestützte Verpackungszelle
Die Automatisierung des Verpackens erfordert Präzision, Koordination und Sicherheit. In diesen robotergestützten Zellen sorgt die Integration aller Systeme für einen reibungslosen Ablauf, reduziert Zykluszeiten und erhöht die Wiederholgenauigkeit.
Robotergestützte Palettierung
In der letzten Phase stellt die automatisierte Palettierung die korrekte Anordnung der Produkte für den Versand sicher. Entscheidend sind hier die Robustheit des Systems und die Fähigkeit zum unterbrechungsfreien Dauerbetrieb.
Sicherheit in Roboterzellen
Schutzeinrichtungen und Bedienerschutz sind essenziell. Dezentrale Sicherheitslösungen wie das MVK CIP Safety Ethernet/IP-Modul ermöglichen die Integration von Sicherheitsfunktionen direkt im Feld. Hybride Module mit integrierter Sicherheitslogik kombinieren Standard- und Sicherheitssignale in einem Gerät, reduzieren den Verkabelungsaufwand und vereinfachen die Architektur – ohne Kompromisse bei der Sicherheit.
Eine durchgängige Lösung: vom ersten bis zum letzten Punkt
Was Murrelektronik besonders auszeichnet, ist die Fähigkeit, eine durchgängige Lösung für das gesamte Fertigungssystem anzubieten. Es geht nicht um einzelne Komponenten, sondern um ein perfekt abgestimmtes Gesamtsystem.
Dieser Ansatz bietet klare Vorteile:
Die Automatisierung in der Verpackungsindustrie entwickelt sich zunehmend hin zu intelligenteren, dezentralen und vernetzten Konzepten. Vom Füllen bis zur Palettierung – über Transport, Qualitätskontrolle und Sicherheit hinweg – liegt der Schlüssel darin, Komplexität zu reduzieren und effizientere, modulare sowie zukunftssichere Systeme zu schaffen. Die Inhalte des verlinkten Materials und des begleitenden Videos zeigen, wie jede Phase gezielt optimiert werden kann – entscheidend ist jedoch, wie sich alles zu einer durchgängigen Architektur verbindet.
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